Verzögertes herunterfahren eines (Ubuntu) Rechners (shutdown)

März 11th, 2009 | Tags: , , , , , ,
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top_shutdownGestern habend hat die Dame meines vertrauens ihre letzte Woche verpassten Serien bei unserem Online-Videorekorder heruntergeladen. Was abends natürlich immer ein schlechte entscheidung ist, da scheinbar jeder auf die Idee kommt, und darum auch die Downloadgeschwindigkeit stark nachlässt. Da kann man gut und gerne 2-3 Stunden an einer 60 Minuten langen Sendung laden.1

Gestern wollten war dann aber schon Schlafenszeit angesagt und der Countdown zeigte immernoch ~45 Minuten an. Da fing die Dame (mit einem leichten nörgelnden Unterton an sich ihr Windows wieder zurück zu wünschen. “Bei Flashget könnte ich sagen, er soll ausmachen, wenn er fertig ist.” Das konnte ich natürlich nicht auf mir und Ubuntu sitzen lassen. Da fiel mir ein, dass man ja in einer Welt fern ab von Grafischenoberflächen den Rechner auch aus machen konnte, und dabei konnte man sogar eine Zeit eingeben. Und so geht es:

shutdown -h +$MINUTEN [“Text”]
shutdown -h $Stunde:$Minute [“Txt”]

Shutdown, so lautet der Befehl bringt den Rechner über die Komandozeile (Konsole) zum herunterfahren nach $MINUTEN (ein Wert in Minuten) (Es geht auch eine genaue Zeitansage in der Form Stunde:Minuten z.B. 20:15). Dabei kann optional auch ein Text eingegeben werden dieser wird nochmal auf der Komandozeile angezeigt (Für alle Benutzer die an dem Rechner angemeldet sind). Wichtig ist dabei der Parameter -h. Auch wenn shutdown darauf schließen lässt, dass der Rechner aus geht und aus bleibt, startet der Befehl (ohne Parameter)2 den Rechner “nur” einmal durch. Erst -h (h steht für hold) stopt den Rechner nach dem herunterfahren.

Sinnvolle Anwendung ist beispielsweise auch das beschrenken der Rechnerzeit von Anwendern (Kindern) :) Beim starten des Kinderrechners ein script bauen, welches nach 60 Minuten (oder alternativ auch zu bestimmten Uhrzeiten) den Rechner wieder aus macht.3

  1. Wenn ich bedenke, das ich dafür auch noch Geld bezahle, bin ich überrascht von mir, das ich das überhaupt noch mit mache []
  2. Die anderen Parameter bitte der Man-Page []
  3. Beim schreiben dieser kleinen Bemerkung ist mir aufgefallen, wie “Elternfreundlich” Linux doch ist. Mit ein wenig wissen, und hauseigenen Mitteln kann man aus einer Ubuntuinstallation ein “Kindersicheres” System machen, welches auch ohne teure Kinderschutzsoftware) auskommt. Mensch, das ist ja fast mal wert darüber intensiver nachzudenken und darüber zu schreiben… Ich brauche definitiv mehr Zeit []

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  1. März 11th, 2009 at 10:55

    Ich finde es toll, dass du auf so kleine Tricks, die in Anfängerbüchern für Linux nicht beschrieben sind, nach denen ich aber auch nicht unbedingt suche, weil es ja nur “Beiwerk” ist.
    Die Idee mit dem kindersicheren Linux finde ich spitze, setz dich mal ran und mach :-)!
    Und noch einen kleinen Hinweis: Ich habe mir nicht nörgelnd Windows zurückgewünscht. Ich bin sehr zufrieden mit Linux (vorallen jetzt mit dem neuen Laptop) und habe nur nett angefragt, ob es eine Möglichkeit wie bei FlashGet gibt. Vollkommen falsches Bild von mir in der Öffentlichkeit!!
    Mach weiter so, die Beiträge sind wirklich interessant!

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