Komprimierung, das bringt Geschwindigkeit

Juni 24th, 2011 | Tags: , , , ,
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Riesige CSS- oder JavaScript- Dateien mit vielen Zeilen Code verursachen nicht nur viel Arbeit, sondern auch viel Traffic und damit meist auch eine höhere Ladezeit. Kein Wunder, dass viele Caching Programme als erstes mal diese Dateien bearbeiten und sie minifizieren. Doch auch ohne Caching-Tool sollte man die großen Dateien die immer mit geladen werden so klein wie möglich halten.

Und für dieses Vorhaben (JavaScript und CSS Files zu schrumpfen) habe ich seit einer Woche ein neues Tool namens Smaller. Bis lang waren mir nur solch recht unkomfortablen Tools wie der YUI Compressor, oder einige mehr oder weniger Webtools bekannt. Problem dabei war, es mussten immer noch zu viele Einstellungen vom Benutzer vorgenommen werden und die Geschwindigkeit bzw. das Vertrauen in diese Tools war eher bescheiden.

Warum eigentlich Komprimieren und was macht es?

Jedes einzelne Zeichen (Buchstaben, Zahlen, Freizeichen) benötigen Speicherplatz in einer Datei. Dazu kommen noch ein paar Informationen die immer an eine Datei angehängt werden. Also könnte man sagen je weniger Zeichen man in eine Datei schreibt, je kleiner ist sie vom Speicherplatz und je schneller kann sie geladen werden. Nun kann man als Entwickler nicht immer darauf Rücksicht nehmen. Benötigter Code muss nun mal geschrieben werden. Auch auf möglichst wenig Freiräume kann man aus Rücksicht auf bessere Lesbarkeit und Wartbarkeit nicht nehmen.

Tools zum Komprimieren machen im einfachsten Fall nichts anderes als die Datei von allen überflüssigen Zeichen zu befreien. Besonders natürlich von Freizeichen die bei JavaScript und CSS nur der Lesbarkeit dienen.

Keine Wundermittel

Zugegebener Maßen darf man keine Wunder erwarten. ein Test den ich gerade machte ergab bei einer 39KB großen CSS-Datei eine 30KB große minifizierte Datei. Also gut 9KB Einsparung. Das klingt nicht viel, wenn man das aber mal hochrechnet (Browser-, Proxicaching nicht mit bedacht) ergibt das bei gut 1.500 Seitenaufrufen am Tag 13.500KB (Rund 13 MB) weniger Traffic. Und das bei nur einer Datei.

Besonders gelungen an Smaller finde ich die Einfachheit. Dateien (gerne auch mehrere) in die App per Maus ziehen und komprimieren lassen. Fertig. Am Ende kommt eine Datei mit dem suffix .min heraus die direkt verwendet werden kann. Was ich mir noch wünschen würde wäre eine FTP-upload Möglichkeit der ich sagen kann wo welche Dateitypen hin geladen werden soll.

Ein Tipp von mir auf den Weg. Die ursprüngliche Datei (also die mit den Freizeichen und Zeilenumbrüchen) sollte dennoch gut aufgehoben werden, da ansonsten die weitere Arbeit an der Datei sehr unkomfortabel wird.

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